Willkommen zu Zehrgaden

Dieser Blog wird mein Musikprojekt „Zehrgaden“ begleiten. Kommenden Sommer soll das Album „Chronisch Immanent“ erscheinen. Bis dahin werden hier einzelne Tracks veröffentlicht, Ausschnitte aus den Songtexten, sowie Impressionen vom Produktionsprozess.

 Zehrgaden

„Zehrgaden“ wurde noch bis ins 19. Jahrhundert als Ausdruck für „Vorratskammer“ verwendet. „Zehr“ von „zehren“ und „Gaden“ als das alte Wort für „Garten“. In der Wiener Hofburg ist noch (etwas versteckt) eine „Zehrgaden Stiege“ angeschrieben.  Allgemein kann man auch von einem Aufbewahrungsort, einem umgrenzten Bereich sprechen. Für mich steht dieses vertraut und zugleich fremd klingende Wort einerseits für einen imaginären Aufbewahrungsort für all die wesentlichen Dinge, die wir vergessen und verloren haben – und andererseits für die Ambivalenz dieses verwandelten und heruntergekommenen Gartens, in dem wir leben – Wir zehren von ihm, doch er zehrt zugleich auch von uns.

Chronisch Immanent

„Chronisch immanent“ als andauernder Gefühlszustand eines „Innen ohne Aussen“. Die Unmöglichkeit an irgendetwas „Wesentliches“ oder „Transzendentes“ heranzukommen. Die Unmöglichkeit einer „Transformation“. So zumindest habe ich selbst diesen Albumtitel, der schon lange existiert, anfangs verstanden. Und die Texte zeichnen auch verschiedene „Umgrenzungen“ nach. Die virtuelle Welt im Text „Der große Lethargiker“, die Lagerhalle im Text „Schmerzmittel Kid“, der Verblendungszusammenhang im Text „Anonymes Imperium“… Irgendwann ist mir allerdings klar geworden, dass ich auch die Bewegung hinaus beschreibe, zumindest den Versuch. Und vielleicht sogar die Idee, dass sich Transzendenz genau in diesem Versuch ereignet…

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